DAS WARUM

Auf Grund der Tatsache, dass ich seit kurzem auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle bin und es zur Zeit etwas schwierig ist mit einem gewissen Alter überhaupt bei Bewerbungen in die engere Wahl zu kommen,  werde ich beweisen, dass man mit 57 Jahren nicht zum „alten Eisen“ gehört.

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Die Art und Weise wie im Moment mit „älteren“ Bewerbern umgegangen wird sollte vielleicht einmal grundsätzlich überdacht werden.

Es kann doch nicht immer davon ausgegangen werden, dass alle Arbeitnehmer ab einem Alter von ca. 5o Jahren im Arbeitsleben nicht mehr leistungsfähig oder kreativ sind.
Die Erfahrungen die bis zu diesem Zeitpunkt gesammelt wurden und die aufgebauten beruflichen Netzwerke sollten doch Grund genug sein, sich die Bewerber wenigstens einmal anzusehen bzw. anzuhören.

Da dies meiner Meinung nach, ein Problem vieler „älterer“ Bewerber ist, möchte ich dieses Thema in der Öffentlichkeit bekannter machen und auf die Probleme hinweisen soweit es mir möglich ist.

Vielleicht kann auf diesem Weg ja auch eine Diskussion auf den Weg gebracht werden.

Es ist ja bekannt, dass diese Belastung nicht nur sehr starke psychische sondern auch physische Auswirkungen haben.
Von den gelegentlichen Panikattacken gar nicht erst zu sprechen – wie soll es finanziell weiter gehen?
Die wenigsten erhalten ja eine Abfindung von der man die offenen Rechnungen begleichen kann oder sind schön länger auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle – von Hartz IV will ich hier gar nicht erst anfangen.

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Nun bin ich aber auch bekennender Europa Fan.
Europa ist für mich eine großartige Einrichtung.

  • Frieden seit über 70 Jahren
  • Reisen OHNE Grenzen
    (auch wenn manche mit dem Gedanken spielen, dies wieder zu ändern)
  • Arbeiten in der EU überall möglich
  • Menschen und Länder OHNE Visa und Grenzkontrollen kennenlernen wann und wo man will
  • Man kann OHNE Kontrolle von einem Ende zum anderen Europas reisen

Und was passiert im Moment?
Es werden wieder Grenzkontrollen und Zäune aufgebaut (kennen wir das nicht von irgendwoher?),
die Mitgliedsstaaten bzw. die Politiker halten sich nicht an die Verträge die sie selbst unterschrieben haben.

Hier wird jedoch der wichtigste Gedanke vergessen:
Europa sollte doch für die Bürger dieser einmaligen Einrichtung stehen.
Jedoch vergessen zur Zeit viele Bürger wie gut es uns doch wirklich geht.
Über 70 Jahre im Frieden leben und (zum grossen Teil) ohne finanzielle Überlebenssorgen leben.
Natürlich bin ich mir über die Sorgen der Menschen in Europa im klaren, ob es sich um Alters-, Kinder- oder Arbeitnehmerarmut handelt (soweit ich informiert sein kann) und sehe auch Europa nicht durch die rosarote Brille.
Auch gibt es auf jeden Fall etliche Ding zu verbessern die bekannt sind und wirklich verändert werden müssen.

Doch für mich überwiegen auf jeden Fall die Vorteile Europas, denn ich habe das Glück einer internationalen Familie – unsere Schwiegertochter kommt aus Polen und der Partner unserer Tochter aus Amerika – und ich bin stolz darauf!
Wir in der Familie wissen also, dass es funktioniert – und zwar SUPER!

Um auch diese Punkte wieder in den Focus zu bringen und gleichzeitig einen Arbeitgeber zu finden der nicht der Meinung ist, nur junge Arbeitnehmer seien produktiv und von Nutzen, werde ich diese Tour im April 2017 starten.